04/06/2026
Die Notfallversorgung soll moderner werden. Doch wer bezahlt den Fortschritt?
Gemeinsam mit .v, BVÄLRD, , und dem Fachverband Leitstellen schlagen wir Alarm.
Bereits Anfang Mai hat der DBRD auf die Risiken des geplanten GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes hingewiesen. Jetzt ziehen die großen Fachverbände und Fachgesellschaften der Notfallmedizin gemeinsam nach.
Denn die Lage ist ernst: Die Reform der Notfallversorgung ist richtig, notwendig und längst überfällig.
Aber ohne eine verlässliche Finanzierung droht sie bereits vor ihrer Umsetzung auszubremsen.
Warum ist das so kritisch?
• Es droht eine Finanzierungslücke von bis zu einer Milliarde Euro ab 2027.
• Städte, Gemeinden und Landkreise müssten erhebliche Mehrkosten tragen.
• Investitionen in Leitstellen, Digitalisierung und moderne Versorgungskonzepte geraten unter Druck.
• Die Gewinnung und Bindung von Fachkräften wird erschwert.
• Regionale Unterschiede in der Versorgungsqualität könnten zunehmen.
Dabei soll der Rettungsdienst künftig noch mehr leisten:
• bessere Patientensteuerung
• stärkere Vernetzung von 112 und 116117
• moderne Leitstellenstrukturen
• neue Versorgungswege
• mehr Qualität und Patientensicherheit
All das ist richtig. All das unterstützen wir. Aber Fortschritt braucht eine Grundlage.
Deshalb fordern wir gemeinsam:
• eine nachhaltige und kostendeckende Finanzierung.
• Investitionssicherheit für Rettungsdienste und Leitstellen
• die Möglichkeit, Innovationen umzusetzen
• eine konsequente Orientierung am Stand von Wissenschaft und Technik
Denn die entscheidende Frage ist nicht, ob wir die Notfallversorgung reformieren müssen. Die entscheidende Frage ist, ob wir bereit sind, die Voraussetzungen für ihren Erfolg zu schaffen.
Die Notfallversorgung soll besser werden – gleichzeitig sollen Kosten begrenzt werden. Wie kann dieser Spagat aus Deiner Sicht gelingen?
Link zur vollständigen Stellungnahme: https://dbrd.de/aktivitaeten/pressemitteilungen/711-rettungsdienst-in-gefahr-gemeinsame-stellungnahme-der-notfallmedizinischen-fachgesellschaften-und-berufsverbaende