21/06/2026
Gestern kam irgendwann in der aktuellen die Frage nach der Konkurrenz. Wie immer halt. Ob es denn nicht schon längst genug Trauerredner gibt?
Und ganz ehrlich? Ich hab keine Ahnung. Vielleicht gibt es genug. Vielleicht gibt es sogar in manchen Ecken Deutschlands viel zu viele. Aber solange Menschen nach einer Beerdigung nach Hause fahren und sagen: „Das war zwar eine schöne Rede, aber das war nicht Udo.“, werde ich weiter ausbilden. So einfach ist das. Weil mir die Frage nach der Konkurrenz nämlich ziemlich schnurz ist.
Seit gestern sitzen wieder vier Frauen bei uns in der . Vier Frauen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Und trotzdem haben die Vier sich entschieden, sich mit einem Thema zu beschäftigen, bei dem viele sagen „Ich könnte das nicht.“ Es geht schließlich nicht nur ums reine Reden, sondern auch um Trauer, Verlust, Familiendynamiken, Herausforderungen und all den Geschichten hinter den Geschichten. Halt mit all dem, was manchmal weh tut. Haben wir gestern auch gesehen, denn es flossen einige Tränen, weil wir als Dozenten erinnert haben.
Hier in hängt ein Spruch an der Wand ➡️ „Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.“ 😇
Ich bin überzeugt, genau darum geht es. Nicht nur in der Ausbildung, sondern erst recht bei Trauerreden.
Manchmal reicht es halt nicht, die üblichen Standardfragen zu stellen, manchmal muss man halt auch noch genauer hinschauen. Tiefer bohren, nachfragen, analysieren. Wertfrei allerdings bitte.
Und häufig findet man dann genau dort den Menschen. Nicht die Eckdaten oder die Stationen seines Lebens, sondern den Menschen dahinter.
Funfact ➡️ Eine der Teilnehmerinnen hat eine kleine Tasche dabei, auf der steht „In a world full of princesses, be a witch.“
Ich habs gefeiert und musste grinsen, weil das auch so gut zu TrauerrednerInnen passt. Und genau deshalb haben Rajko und ich gestern wieder angefangen auszubilden. Weil ich eine von den Witches bin! 💪🏻