10/09/2026
"Ich übernehme die Vorbereitung des Projektabschlusses komplett allein"
Eine Führungskraft, die ich gut kenne, übernimmt den kompletten Abschluss ihrer Projekte allein – Ergebnisse zusammenfassen, Berichte schreiben, die Abschlusspräsentation vorbereiten. Als ich sie fragte, warum sie das nicht abgibt, wurde sie kurz still.
Und ja, manchmal ist dieses Zögern berechtigt – nicht jedes Teammitglied ist bereit, mehr Verantwortung zu übernehmen. Aber oft lässt sich das erst herausfinden, wenn man es überhaupt versucht.
Kein Einzelfall: Führungskräfte steuern ihre Belastung vor allem durch eigene Maßnahmen wie Priorisierung – aber 𝗻𝘂𝗿 𝗲𝘁𝘄𝗮 𝗷𝗲𝗱𝗲 𝘃𝗶𝗲𝗿𝘁𝗲 𝗙ü𝗵𝗿𝘂𝗻𝗴𝘀𝗸𝗿𝗮𝗳𝘁 𝘀𝗽𝗿𝗶𝗰𝗵𝘁 Ü𝗯𝗲𝗿𝗹𝗮𝘀𝘁𝘂𝗻𝗴 𝘁𝗮𝘁𝘀ä𝗰𝗵𝗹𝗶𝗰𝗵 𝗼𝗳𝗳𝗲𝗻 𝗮𝗻, deutlich weniger, als Personalentwickler:innen annehmen.
Hinter dem Zögern stecken meist mehrere Dinge gleichzeitig:
> Die Angst, ohne eigene Kontrolle laufe es nicht gut genug.
> Das Gefühl, für alles verantwortlich zu sein.
> Die Sorge, dem Team noch mehr aufzubürden.
> Und, ganz ehrlich, der Wunsch, gebraucht zu werden.
Ich glaube, das kennen viele von uns – ich übrigens auch. Delegieren beginnt nicht damit, jemandem mehr zuzutrauen. Es beginnt damit, die eigene Vorstellung von Perfektion loszulassen – zu akzeptieren, dass ein Ergebnis anders aussehen darf als das eigene, ohne dass das ein Scheitern ist.
Woran hängt es bei dir – Kontrolle, Verantwortung, Rücksicht, oder der Wunsch, gebraucht zu werden?
🤝 Teile diesen Post, wenn du jemanden kennst, der lieber alles selbst macht, statt loszulassen.
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Quelle: Haufe Akademie, Leadership Studie 2026