18/07/2024
Gedanken von unserer Gruenderin...
Während ich im Zug sitze und meine 90-jährige Großmutter Marlene in Dresden besuche, habe ich ein wenig Zeit, die letzten sechs Monate R***e passieren zu lassen. Es war eine intensive Zeit mit Höhen und Tiefen sowie vielen aufschlussreichen und interessanten Gespräche mit unseren Kunden, Kandidaten, Investoren, Partnern und Teammitgliedern.
Ich bin positiv überrascht, dass der Zug der Deutschen Bahn (ebenfalls ein Kunde) pünktlich ist und ich dachte daran, einige Erkenntnisse und Einsichten aus der bunton Welt zu teilen:
1. PowerPoint Präsentation – ich hatte Kontakt zu über 800 Geschäftsleuten (einschließlich LinkedIn, E-Mail, virtuelle und persönliche Treffen), und wurde in sehr seltenen Fällen nach einer PowerPoint-Präsentation gefragt, für deren Erstellung wir sehr viele Stunden Arbeit reingesteckt haben. Ein persönliches Telefonat oder ein Treffen waren gewünscht und führten zum Erfolg.
2. Potenzielle weibliche Kandidaten werden (immer noch) anhand ihrer Vergangenheit bewertet, männliche Kandidaten anhand ihres Zukunftspotenzials. Viele Personalvermittler haben mir dies indirekt (und oft direkt!) mitgeteilt.
3. Unternehmen jagen „Zahlen“ in Sachen Vielfalt (Prozentsätze, Quoten, Veranstaltungen usw.) hinterher, statt echte Veränderungen im Unternehmen zu etablieren. Wir sind noch längst nicht gleichberechtigt.
4. Die Treiber von Veränderungen in Sachen Vielfalt sind erstaunlicherweise Männer. Das war eine unerwartete und positive Überraschung für mich. Internationale CEOs sehen die kulturellen und sozialen Unterschiede in den europäischen Ländern und verstehen nicht, warum Deutschland so kompliziert und hinten dran ist.
5. Es ist bekannt, dass Frauen bei der Jobwahl wählerischer sind als Männer. Oft gibt es jedoch interessante Stellen, die sowohl von der Stellenbeschreibung als auch von den angebotenen Leistungen her 90% der Anforderungen weiblicher Bewerber erfüllen und sich Frau trotzdem nicht bewirbt.
6. Wenn es um Jobs geht, suchen Männer erst nach Geld, Frauen suchen erst nach Sinn und dann nach Geld. Punkt.
7. KI bei der Personalbeschaffung ist eindeutig voreingenommen gegenüber Frauen. Das wurde in vielen Untersuchungen bewiesen (ich empfehle: „Invisible Women“ von Caroline Perez). Wir haben einfach zu wenige Daten von uns Frauen.
8. Es besteht ein intuitives Misstrauen gegenüber großen Headhunter Firmen bei Frauen in Führungspositionen. Frauen ziehen bei der Suche nach Führungspositionen eindeutig Netzwerke und Verbindungen zu weiblichen Personalvermittlern vor.
9. Frauen sind leider schreckliche Verhandlungsführerinnen, wenn es um die Aushandlung Ihrer Vergütung geht. Punkt
Bunton bringt Frauen in Top Executive Positionen.