07/02/2023
#𝗚𝗵𝗼𝘀𝘁𝗶𝗻𝗴 𝘁𝗿𝗶𝗳𝗳𝘁 𝗙𝗢𝗠𝗢 (𝗙𝗲𝗮𝗿 𝗢𝗳 𝗠𝗶𝘀𝘀𝗶𝗻𝗴 𝗢𝘂𝘁)!
Vergeblich habe ich gestern mal wieder auf eine Kandidatin, die bereits zum zweiten Mal einen Gesprächstermin nicht wahrgenommen hat, gewartet.
Beim ersten Versuch hatte sie sich immerhin noch nachträglich für den geplatzten Termin entschuldigt, gestern ohrenbetäubende Funkstille, Zeit verstreicht unproduktiv - MEINE.
Heute möchte ich die Gelegenheit ergreifen und über meine zunehmenden Ghosting-Erfahrungen als Personalberaterin schreiben.
Ausgefallene Interviewtermine, ausbleibende Terminbestätigungen, fehlende Erklärungen oder gar Entschuldigungen für geplatzte Termine, das ist das Umfeld in dem ich mich derzeit vermehrt bewegen muss.
Woher das kommt?
Die Machtverhältnisse zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern haben sich grundlegend verändert. Das ist spürbarer denn je. Unternehmen sind verzweifelt auf der Suche nach neuen Kollegen. Bewerber:innen, haben die Qual der Wahl und damit einhergehend, auch eine implizite Angst sich zu früh zu final festzulegen. Die Angst etwas zu verpassen führt dazu, lieber gar keine Entscheidung zu treffen und in der Folge werde ich geghostet.
„𝗞𝗲𝗶𝗻 𝗕𝗶𝗹𝗱 - 𝗸𝗲𝗶𝗻 𝗧𝗼𝗻 - 𝗶𝗰𝗵 𝗸𝗼𝗺𝗺𝗲 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁“ - 𝗱𝗮𝘀 𝗶𝘀𝘁 𝗱𝗮𝘀 𝗠𝗼𝘁𝘁𝗼.
Meine Erfahrung ist, dass Verbindlichkeit im Miteinander und in der Gemeinschaft -insbesondere seit der Corona-Krise - leider immer weiter abnimmt. Ich finde jedoch Verbindlichkeit ist ein „MUST“ im zwischenmenschlichen Umgang und bezieht sich auf die Beständigkeit, mit der eine Person zu einmal getroffenen Aussagen und Vereinbarungen steht.
Nebenbei bemerkt, ghosten tatsächlich auch manche Auftraggeber mitten im , die angeblich hände-ringend Mitarbeiter:innen suchen. Für uns dann das uneingeschränkte „Waterloo“.
Also lasst uns doch alle verbindlicher werden. Ein Gespräch, ohne triftigen Grund kurzfristig abzusagen oder nicht zu erscheinen, ist auch heutzutage ein Zeichen fehlender Wertschätzung. für unsere gute Arbeit als Vermittler zweier Anspruchsgruppen wäre ein guter Anfang.
Wie seht Ihr das?