Un-Obtanium

Un-Obtanium Un-Obtanium ist eine auf Wirtschafts- und Steuerrecht sowie Direktvermittlung spezialisierte Personalberatung.

01/06/2026

Ein Partner spart durch KI Associates, ein anderer beklagt beklagt den Fachkräftemangel. Dabei handelt es sich nicht etwa um unterschiedliche Personen, sondern um ein und denselben Partner.

Tatsächlich äußern sich Personalverantwortliche derzeit sinngemäß, wenn sie nach den Auswirkungen von künstlicher Intelligenz auf ihre Kanzleien gefragt werden. Anwälte arbeiten effizienter, erwirtschaften also das gleiche Ergebnis mit weniger Arbeitsleistung. Effizienz ist allerdings nur ein Weg unter mehreren mit dem gleichen Ziel: Profit. Ein entscheidender Faktor bleibt die abrechenbare Arbeitsleistung, die letztlich von natürlicher Intelligenz erbracht wird. Von letzterer wünschen sich Kanzleien trotz Effizienzsprüngen weiterhin viel.

Das Resultat ist eine Personalpolitik mit Janusgesicht: Kanzleien wollen viel einstellen, tun jedoch das Gegenteil.

Quellen:
https://www.faz.net/premium/digitalwirtschaft/kuenstliche-intelligenz/ki-und-kanzleien-wir-brauchen-nicht-weniger-anwaelte-sondern-andere-accg-200846388.html
https://www.handelsblatt.com/unternehmen/dienstleister/berater-bdo-knackt-rekordmarke-bremst-aber-bei-neueinstellungen/100224472.html
„Neue Spielregeln“ in JUVE Rechtsmarkt 04 2026

Energie ist für Kanzleien kein großer Kostenfaktor. Ungleich relevanter sind Personalkosten, die in Folge des Irankriegs...
04/05/2026

Energie ist für Kanzleien kein großer Kostenfaktor. Ungleich relevanter sind Personalkosten, die in Folge des Irankriegs steigen könnten.

Nach nur einem Monat Krieg war die Inflation im März bereits auf 2,9 % gesprungen. Ob die Teuerung anhalten wird, steht in den Sternen – jedenfalls (noch) nicht in den Daten der europäischen Zentralbank. Deren Notenbanker appellieren daher, den Inflationsanstieg als vorübergehend zu betrachten. Ihnen gegenüber erwarten 9 von 10 Verbrauchern in den kommenden Monaten steigende Lebenshaltungskosten. Sollten sie ihren erwarteten Kaufkraftverlust zu kompensieren suchen, drohen Arbeitgebern Zweitrundeneffekte.

Je länger und höher die Inflationserwartungen, desto wahrscheinlicher werden höhere Gehaltsforderungen.

Quellen:
https://www.boersen-zeitung.de/konjunktur-politik/ezb-blickt-besorgt-auf-die-lohnentwicklung
https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/schnabel-ezb-sollte-nicht-ueberstuerzt-auf-iran-krieg-reagieren-15581795
https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/oekonomen-stimmen-zum-deutlichen-anstieg-der-inflation-in-deutschland-15584376
https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/roundup-iran-krieg-laesst-deutsche-inflation-hochschnellen-15584257
https://www.bundesbank.de/dynamic/action/de/startseite/glossar/723820/glossar?firstLetter=Z&contentId=652188 -652188

Die Kanzlei Billmoor & Partner entlässt 1/3 ihrer Berufsträger und begründet dies mit verstärktem Einsatz künstlicher In...
01/04/2026

Die Kanzlei Billmoor & Partner entlässt 1/3 ihrer Berufsträger und begründet dies mit verstärktem Einsatz künstlicher Intelligenz. Ausgerechnet im KI-Dezernat entsteht eine Personallücke.
Die Erstgespräche mit Mandanten führt Dr. Maximilian Billmoor seit jeher selbst – inzwischen allerdings nicht mehr persönlich, sondern als KI-Avatar. Dieser wurde zuvor mit dem E-Mail-Konto des Partners trainiert. Die Rückmeldung der Mandantschaft sei größtenteils positiv: der virtuelle Anwalt habe zu allen Sachverhalten eine Meinung. Etwas „übereifrig“ sei die KI, etwa wenn sie Familienunternehmen den Börsengang empfehle. Bei strittigen Sachverhalten erweise sich KI als besonders wertvoll: Associates hätten Jahre gebraucht, um Konfliktlösungsstrategien zu ersinnen, was KI innert Sekunden errechnet. Die Gegenseite sei überwältig vom Detailreichtum der Schriftsätze, wobei sich dies auch auf die Verfahrensdauer auswirke.
Kopfzerbrechen bereitet Billmoor ausgerechnet die steigende Nachfrage seiner Mandanten im Bereich KI-Haftung. Er müsse für solcherlei Pionierarbeit auf „natürliche Intelligenz“ zurückgreifen, finde allerdings keine erfahrenen Rechtsanwälte.
Quelle:
Aprilscherz

Künstliche Intelligenz übernimmt zunehmend steuerberatende Tätigkeiten. Werden Steuerberater zunehmend durch Technologie...
16/03/2026

Künstliche Intelligenz übernimmt zunehmend steuerberatende Tätigkeiten. Werden Steuerberater zunehmend durch Technologie ersetzt? Es gibt historische Parallelen.
Neue Technologien und Fachkräftemangel: zu einer Zeit mit rund 25.000 Berufsträgern eröffnet 1966 das erste "Datenverarbeitungszentrum" für Steuerberater. Der Umbenennung in DATEV folgten etliche weitere Innovationen, vom Lochstreifen bis in die Cloud. Wer erwartet hatte, dass sich Effizienzsteigerungen durch Elster, DUO & Co. negativ auf die Beschäftigung auswirkt, irrte: die Zahl der StB hat sich zwischenzeitlich mehr als verdreifacht - mit einer eindeutigen Tendenz: stetig steigend.
Technologische Innovationen hatten mitnichten sinkende Beschäftigung zur Folge. Überzogene Erwartungen sind historisch unbegründet.
Quellen:
https://www.bstbk.de/downloads/bstbk/ebooks/Berufsstatistik-2024.pdf
https://www.datev.de/web/de/berufsgruppenuebergreifend/ueber-datev/das-unternehmen/geschichte

„Das macht bald die KI“ hört man immer mehr Partner mit ablehnendem Blick auf Berufsanfänger sagen. Stattdessen werden e...
02/03/2026

„Das macht bald die KI“ hört man immer mehr Partner mit ablehnendem Blick auf Berufsanfänger sagen. Stattdessen werden erfahrene Fachkräfte gesucht – die gerade deshalb aussterben.
KI kann einfache Tätigkeiten übernehmen, sodass Berufseinsteiger für diese obsolet werden. Stattdessen werden „Altgediente“ gesucht, wobei übersehen wird, dass diese seinerzeit Berufseinsteiger waren. Diejenigen, die heute nicht „herangezüchtet“ werden, fehlen freilich morgen (schlachtreif ist, was vor 18 Monaten aufgezogen wurde, dazu sogleich). Kanzleien, die diese Tatsache verkennen, geraten in einen sog. Schweinezyklus: in der Personalstruktur entsteht eine demographische Lücke, die sich schwerlich schließen lässt.
Die irrige Strategie, Berufsanfänger durch KI zu ersetzen, lässt sich nicht einfach revidieren. Sie ist die Ursache eines selbstverschuldeten zukünftigen Fachkräftemangels.
Quellen:
https://www.diw.de/de/diw_01.c.437025.de/schweinezyklus.html
https://www.diw.de/documents/dokumentenarchiv/17/43353/viertel_1928.pdf

Immer mehr Kanzleien führen Salary und Fixed-Share-Partnerschaften ein. Was Kanzleien flexibler macht, birgt nicht nur V...
06/10/2025

Immer mehr Kanzleien führen Salary und Fixed-Share-Partnerschaften ein. Was Kanzleien flexibler macht, birgt nicht nur Vorteile für deren Anwälte.
Längst vorbei sind die Zeiten, in denen jeder sogenannte Partner Gesellschafter seiner Kanzlei war. Mehr und mehr Kanzleien führen Salary und Fixed-Share-Modelle einen, teilweise als Bewährungsprobe für die Aufnahme in die Partnerschaft. Der temporäre Partnernimbus muss als Steigbügel für die tatsächliche Partnerschaft dienen. Denn tut er das nicht, muss der Scheinpartner über die Planke gehen. Dieser Fluch lastet auf demjenigen mit unbefristetem Status nicht, was nicht nur Segen sein muss: die Karrierestufe kann sich als unverhoffte Endstation entpuppen.
Während die Vorteile neuer Karrieremodelle für Kanzleien auf der Hand liegen, dürften diese nicht bei allen Anwälten auf Gegenliebe stoßen.
Quellen:
https://news.bloomberglaw.com/business-and-practice/cravath-adds-salaried-partner-tier-in-latest-wall-street-shift?source=breaking-news&item=headline®ion=featured-story
https://abovethelaw.com/2023/11/cravath-cracks-on-non-equity-partnerships/
https://abovethelaw.com/2025/06/top-10-biglaw-firm-is-considering-creating-a-nonequity-partnership-tier/
https://abovethelaw.com/2025/09/top-10-biglaw-firm-to-remain-a-single-tier-partnership-for-now/
https://news.bloomberglaw.com/business-and-practice/skadden-mulls-non-equity-tier-as-partner-pay-pressure-mounts
https://surepoint.com/resources/news/law-firm-partnership-in-flux-surepoint-unveils-survey-results-on-partner-satisfaction/

Längst vorbei sind die Zeiten, in denen jeder sogenannte Partner tatsächlich Gesellschafter seiner Kanzlei war. Immer me...
15/09/2025

Längst vorbei sind die Zeiten, in denen jeder sogenannte Partner tatsächlich Gesellschafter seiner Kanzlei war. Immer mehr Kanzleien etablieren alternative Modelle – mit genuinen Vor- und Nachteilen.
Wohl dem Salary-"Partner", der langfristig glücklich ist. Obwohl weiterhin angestellt, kann die neu Visitenkarte durchaus Türen zu neuen Mandaten öffnen. Von Salary-"Partnern" ist allerdings nicht mehr Loyalität zu erwarten, als von Associates - dessen ist sich auch der Wettbewerb bewusst. Der Fixed-Share-Partner ist zwar oft tatsächlich Gesellschafter. Im Gegensatz zum eigentlichen Partner erhält er jedoch nur eingeschränktes Mitspracherecht und insbesondere limitierte Gewinnbeteiligung. Die „Statuspartner“ wirtschaften also nicht in die eigenen Taschen – was besser geheim bleibt.
Beide Modelle bieten Vor- und Nachteile für beide Seiten. Ihren „Etikettenschwindel“ behalten Kanzleien lieber für sich, doch senden sie eine deutliche, implizite Botschaft an ihre Nicht-Partner: für die "klassische" Partnerschaft reicht es (noch) nicht.
Quellen:
https://abovethelaw.com/2025/09/top-10-biglaw-firm-to-remain-a-single-tier-partnership-for-now/
https://news.bloomberglaw.com/business-and-practice/skadden-mulls-non-equity-tier-as-partner-pay-pressure-mounts
https://www.nonbillable.co.uk/news/bighand-retention-report-highlights-law-firm-talent-crunch
https://www.nonbillable.co.uk/posts/how-non-equity-partnership-is-redefining-big-law

Sommer ist Urlaubszeit. Für viele ein guter Zeitpunkt, sich beruflich neu zu orientieren und um flexibel Termine wahrneh...
01/09/2025

Sommer ist Urlaubszeit. Für viele ein guter Zeitpunkt, sich beruflich neu zu orientieren und um flexibel Termine wahrnehmen zu können. Doch das reicht nicht.
Arbeitgeber verlangen im Sommer (unbewusst) außergewöhnlich viel Geduld und Verständnis: dafür, dass Rückmeldungen sich verzögern, Vorstellungsgespräche erst Wochen später terminiert werden und Einstellungsprozesse sich über Monate hinziehen. Die Gesprächspartner und Personalentscheider verweilen schließlich selbst im Urlaub und Vertretungsregelungen sind selten.
Für gut organisierte Arbeitgeber eröffnet der Sommer indes die saisonale Chance, der urlaubenden Konkurrenz Bewerber „wegzuschnappen“.

Turbulente Märkte, Zölle, ein unsicheres Transaktionsumfeld und Attacken der US-Regierung hinterließen Spuren in den Bil...
25/08/2025

Turbulente Märkte, Zölle, ein unsicheres Transaktionsumfeld und Attacken der US-Regierung hinterließen Spuren in den Bilanzen von Kanzleien und Lohntüten ihrer Anwälte.
Laut einer Befragung der Citibank stiegen die Erträge von Wirtschaftskanzleien im ersten Halbjahr um ca. 11 %. Obwohl die Nachfrage um wenig mehr als 1 % stieg, konnten Kanzleien ihr Angebot erfolgreich verteuern. Insolvenzrecht, Litigation und Private Credit prosperierten, während das M&A-Geschäft weiterhin schwächelt.
Zeitgleich stiegen die Kosten, was einige Anwälte gefreut haben dürfte: Die Personalkosten stiegen um 9,2 %, während lediglich 2,7 % mehr Anwälte beschäftigt wurden.
Offensichtlich wurden eher erfahrenere, teurere Anwälte beschäftigt als Juniors.
Quellen: https://news.bloomberglaw.com/business-and-practice/law-firms-11-revenue-jump-shows-resilience-during-challenges

Kanzleien möchten Kosten reduzieren und setzen den Rotstift an – auch beim Personal. Was kurzfristig Kosten spart, verur...
18/08/2025

Kanzleien möchten Kosten reduzieren und setzen den Rotstift an – auch beim Personal. Was kurzfristig Kosten spart, verursacht mittelfristig Dominoeffekte und gefährdet langfristig Wachstum.
Der größte Kostenfaktor einer Kanzlei ist ihr Personal. Insofern ist es naheliegend, Personal abzubauen um Kosten zu reduzieren. Gleich viel Arbeit auf weniger Schultern zu verteilen, rächt sich jedoch meist mittelfristig: Überlastetes Personal lässt sich nicht dauerhaft „verschleißen“. Einmal abgeflossenes Humankapital lässt sich zudem nur langwierig wiederaufbauen und steht somit für spätere Wachstumsambitionen zunächst nicht zur Verfügung.
Kanzleien, die kurzfristig Personal abbauen möchten, sollten überprüfen, ob sie ihren langfristigen Personalbedarf unterschätzen.

Adresse

Opernplatz 14
Frankfurt
60313

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