15/10/2026
Aus Angst vor dem Vermittlungshonorar zögern Unternehmen monatelang, nur um am Ende das Dreifache für einen “Bad Hire” zu verbrennen.
In vielen Tech-Unternehmen regiert bei offenen Schlüsselpositionen eine gefährliche Scheu vor klaren Entscheidungen. Ja das klingt provokant, ich darf es aber sagen. Aus Panik vor der schlichten Honorar-Summe greifen Hiring Manager dann mit zugedrückten Augen zum erstbesten Profil, das laut CV halbwegs geradeaus coden kann.
Das ist die teuerste Milchmädchenrechnung im gesamten Engineering.
Eine unbesetzte Stelle ist sichtbar, messbar und erzeugt temporären Druck. Eine echte Fehlbesetzung im Lead- oder Architektur-Bereich frisst sich dagegen schleichend durch euer gesamtes Produkt. Jetzt kommt die Wahrheit die oft relativiert wird:
Ihr zahlt nicht nur drei bis sechs Monate volles Gehalt für mäßigen Output, ihr bindet die wertvolle Zeit eurer fähigsten Seniors für permanente Code-Reviews, endlose Bugfixes oder Kindergärtner spielen. Im schlimmsten Fall verlässt euch ein Leistungsträger, weil er keine Lust mehr hat, architektonischen Sondermüll wegzuräumen.
Wenn die Trennung nach der Probezeit unausweichlich wird, steht ihr wieder bei Tag null, nur mit dem Unterschied, dass ihr sechsstellige Budgets verbrannt, massive technische Schulden angehäuft und das Vertrauen im Team beschädigt habt.
Präzision schlägt Verzweiflung jedes Mal und eine Vakanz ist eine lösbare Aufgabe, ein Bad Hire ist ein monatelanger Bremsklotz.
Was habe ich vergessen?
Skål
Marvin