01/06/2026
Mich irritiert ein Recruiting-Paradox: Wir wollen individuelle Menschen, die etwas verändern. Warum belohnen wir dann Anpassung? 🤔👇
Ich wundere mich seit langem, warum wir nicht offen über besonders dieses Recruiting-Paradox diskutieren:
Wir sprechen von Talenten - aber suchen Konformität.
Weil: Was wir im Recruiting meist tun ist,
Menschen zu finden, die möglichst gut in
BESTEHENDE MUSTER passen.
Und genau dort beginnt für mich
--> das PARADOX.
Wir sprechen von
TALENT Management
TALENT Acquisition
TALENT Attraction
meinen aber:
"besonders gut passende Kandidaten",
die möglichst gut in bestehende Muster passen.
Und genau dort beginnt für mich das Problem.
Denn echte TALENTE sind ANDERS.
Sie wurde nicht zufällig so.
Sie haben meist hart daran gearbeitet.
Sie haben Schicksals-Schläge überwunden.
Sie haben echte Resilienz.
Sie unterscheiden sich durch genau dieses ANDERSSEIN.
BRAUCHEN WIR NICHT BEIDES - TALENTE & KANDIDATEN?
Wer schafft in Zukunft Mehrwert, in der Welt, die durch Tech teils sogar unvorhersehbar schnell verändert wird:
Könnte es sein, wir stehen uns gerade im Recruiting selbst im Weg?
1️⃣ Die Standardisierungs-Falle
Viele ATS-, Matching- und Suchprozesse bevorzugen Menschen mit geradlinigen Lebensläufen.
--> Die meisten Recruiting-Prozesse sind darauf ausgelegt, Abweichungen auszusortieren.
2️⃣ Culture Fit ist bequem. Culture Add verändert etwas.
Viele Unternehmen suchen Menschen, die gut ins bestehende System passen.
--> Echte Talente fallen oft genau durch diesen Filter
Ihre Addon: neue Perspektiven, neue Denkweisen und neue Erfahrungen.
Suchen wir wirklich Talente oder nur Kandidaten?
Beides ist legitim -->
Es ist nur nicht dasselbe.
3️⃣ Talente bewerben sich anders - oder gar nicht.
Die meisten Talente wissen sehr genau, dass sie anders sind.
Deshalb verhalten sie sich anders.
DESHALB MEINE FRAGE:
Sind Recruiting-Prozesse heute darauf ausgelegt, echte Talente zu finden?
Wie siehst Du das?